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 PROLOG

„Leonie? Könntest du mir bitte nochmal kurz helfen hier die….“
„Sorry Mum aber ich muss jetzt schnell los sonst komm ich zu spät zum Fussballtraining!“, unterbrach ich meine Mutter hastig, drückte ihr noch schnell ein Bussi auf die Wange und rannte dann aus dem Haus. Puh, gut das ich sowieso zu spät dran war, sonst hätte ich ihr noch helfen müssen die ganzen Koffer vom Speicher runterzuschleppen. Das war irgendwie so ein Tick von meinen Eltern. Sobald Ferien waren sofort in den Urlaub abhauen und erst wieder kommen wenn sie wieder arbeiten müssen.
Meistens nahmen sie ja mich und meinen kleinen Bruder Niklas mit aber nächste Woche wollten sie für 6 Wochen nach Brasilien und dahin durften wir irgendwie nicht mit.
Laut meinem Vater war das zu weit für uns und außerdem viel zu teuer! Super! Meine Eltern machten es sich dann schön gemütlich da und ich durfte die ganzen 6 Wochen in den Sommerferien zu Hause rum hocken und auf Niklas aufpassen! Mein toller kleiner 8 Jähriger Bruder!
Meine ganzen Freundinnen würden auch die meiste Zeit im Urlaub sitzen und somit hatte ich dann nichts zu tun. Ich fuhr mir durch die Haare und zog das Gummiband um meinen Pferdeschwanz fester, das sich etwas gelöst hatte. Meine widerspenstigen blonden Locken machten nie das was ich wollte. Sie standen mir einfach irgendwie vom Kopf ab, da konnte ich kämmen und föhnen wie ich wollte! Und sobald ich sie mir zusammen band, sprangen sie auch schon alle paar Minuten aus dem Band raus, sodass ich gezwungen war, sie mit tausenden von Klammern fest zu machen.
Ich packte mir meine Tasche nun etwas fester um die Schultern und stapfte weiter den Feldweg hoch zum Sportplatz. Meine kristallblauen Augen wanderten über die Maisfelder und die zum Teil gemähten Wiesen, wo hohe Strohballen drauf standen. Ich machte extra einen kleineren Umweg, um nicht in die Nähe von dem Heu bzw Stroh zu kommen, weil ich einen ziemlichen Heuschnupfen hatte.  Und dann noch eine Pollenallergie! Im Sommer konnte das auf die dauer ganz schön nerven! Meine Augen begannen immer wie wild zu jucken und wurden ganz rot und dick. Einmal war es so schlimm geworden, dass meine Mutter mich mit zum Arzt geschleppt hatte, und dieser mir dann so Spritzen gab, sodass ich nicht immer so aussah wie ein Zombie.  Doch trotzdem begann meine Nase immer zu jucken und so war ich notgedrungen immer Taschentücher mit mir zu führen.
Nach einem Fußbarsch von ungefähr 10 Minuten kam ich dann endlich an Fussballplatz an. Ja das fand ich gut, denn unser Haus lag ziemlich am Ende vom Dorf und der Sportplatz da ganz in der Nähe. Ich glaube ich war die einizge aus der Manschaft, die zu Fuß zum Training kommen konnte. „Hey Süße!“, begrüßte ich meine Sturmpartnerin und zugleich beste Freundin Melanie, genannt Mel.
„Ach hey schatz mal wieder zu spät?!“, fragte sie mich. Ich verdrehte genervt die Augen konnte mir ein kleines Grinsen allerdings nicht verkneifen. Ja, das war eine von meinen schrecklichen angewohnheiten! Ich kam echt immer und überall hin zu spät! Hätte ich Mel nicht würde ich auch immer zu spät zum Unterricht kommen.  Die andern aus meiner Manschaft liefen alle schon auf dem Platz herum und machten sich warm. Mel, der sowieso klar gewesen war das ich wieder zu spät kommen würde, saß noch auf der Bank und hatte sich bequem zurück gelehnt.
„Also du hättest doch echt nicht auf mich warten müssen! Du kannst dich doch ruhig schon mit den anderen warm machen!“, neckte ich sie, weil ich genau wusste, dass sie nur auf mich gewartete hatte um sich vor dem Training etwas zu drücken. Man konnte sagen sie war schlicht und ergreifend faul! Obwohl man ihr das gar nicht ansah! Sie hatte eine super Figur und ihre langen glatten, dunklen Haare waren für mich ein Traum. Gegen die kam ich mit meinen Locken nicht an. Außerdem hatte sie die schönsten grünen Augen, die ich je gesehen hatte! Sie war ein ziemlicher Jungenschwarm auf unsere Schule aber da hatte ich keinen Grund eifersüchtig zu sein, da ich auch nicht gerade unbeliebt war.
Der unterschied im moment war, dass Mel einen Freund hatte und ich nicht. Warum? Weil für mich einfach noch nicht der richtige dabei war. Ich war ziemlich wählerisch! Ich nahm nicht jeden! Obwohl ich Leon aus der parallelklasse ja schon ganz süß fand aber vor den Ferien würde sich daraus eh nichts mehr entwickeln.
„Und wie läufts mit Lukas?!“, fragte ich aus meinen Gedanken heraus. „Ach super! In den Ferien will er ganz viel mit mir zusammen unternehmen! Er hat schon tausend Sachen geplant und fährt extra nicht mit seinen Eltern in Urlaub um viel bei mir zu sein!“, erzählte sie mit glänzenden Augen. Ja, sobald es um ihn ging war sie nicht mehr zu stoppen und schwärmte bis zum geht nicht mehr. Aber Lukas war echt praktisch, zumal er schon 18 war und ein eigenes Auto hatte! Jaja viele würden jetzt sagen der wär ja viel zu alt für Mel mit ihren 15 Jahren aber ich konnte mit gutem Gewissen sagen, dass die beiden einfach nur perfekt zusammen passten!
Da ich auch schon 15 war hatte ich öfter schon mit dem Gedanken gespielt, einen Roller-Führerschein zu machen aber mein Vater hatte diesen Traum zerstört indem er gesagt hatte dies würde nicht in Frage kommen da ich mit 18 eh schon den Auto-Führerschein machen würde. Waren ja nur noch 3 Jahre. Haha….
„Auf ihr faulen Lahmärsche kommt und bewegt euch mal ein bisschen!“, rief plötzlich unser Trainer Hermann und Mel und ich erhoben uns widerwillig von der Bank.
Klatsch. Ups! Schnell bückte ich mich um den zerbrochenen Teller wieder aufzuheben. „Leo, schatz alles klar?!“, fragte meine Mutter und trat zu mir in die Küche. Als sie die Scherben sah seufzte sie. „Bist du sicher, dass du das 6 Wochen alleine mit Niklas schaffst?!“, fragte sie skeptisch.
„Klar!“, sagte ich sofort. „Naja oder du gibst Niklas zu Oma und ich bleib alleine hier, das wär vielleicht einfacher!“, meinte ich dann noch. Lieber ganz alleine hier als zusammen mit meinem Bruder eingesperrt zu sein. Meine Mutter wiegte nachdenklich den Kopf. „Ja komm schon Mum mit Niklas hier ich weiß nicht ob das so einfach für mich wär?!“, sagte ich.  „Also gut ich wird mir was überlegen!“, gab sie sich geschlagen und ich klopfte mir innerlich selbst auf die Schulter. Yeah geschafft! Aber hätte ich gewusst, was auf mich zu kommen würde, wärs mir doch lieber gewesen mit meinem Bruder hier zu bleiben.
„Bin wieder da!“, rief ich und knallte meinen Schulranzen in die nächste beste Ecke. Endlich! Sommerferien! Und in 2 Tagen bin ich meine ganze Familie los und ich hab das ganze Haus für mich! Mit einem Grinsen ging ich ins Esszimmer und setzte mich zu den anderen drei sprich Vater, Mutter, Bruder an den Tisch. „Also Leo-Schätzchen ich weiß jetzt wie wir es machen!“, sagte meine Mutter. „Mh?!“, meinte ich nur und schaute meine Mutter etwas wütend an. Hallo? Ich war 15 und keine 5! Und da hatte es sich langsam aber sicher ausgeschätzchend! „Ja!“, nickte meine Mutter nur zustimmend. „Also Niklas geht zu Oma und da sie das in ihrem alter nicht mehr kann, sich um zwei Kinder zu kümmern gehst du zu Onkel Gordon nach Magdeburg.“
Ich verschluckte mich an meinem Essen und begann zu husten. „Bitte?!“, würgte ich hervor. „Wieso denn das? Ich kann auch allein hier bleiben!“ Nun schüttelte mein Vater den Kopf. „Oh nein uns ist es lieber zu wissen, dass du in guten Händen bist und deshalb gehst du zu meinem Bruder!“ Beleidigt kreuzte ich die Arme. „Der, der irgendso eine geschiedene Schnepfe geheiratet hat, die ihm dann noch 2 Kinder angehängt hat?! Der, zu dem wir keinen Kontakt mehr haben?!“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Nein, der zu dem DU vielleicht keinen Kontakt mehr hast! Aber ich habe noch sehr viel Kontakt zu meinem Bruder.“ „Oh du verlangst also von mir, dass ich einfach für 6 Wochen bei irgendwelchen Leuten wohne die ich nicht kenne?!“ Wer weiß vielleicht waren das ja irgendso Psychos die ihre Kinder schlugen und Abends immer besoffen nach Hause kamen!
„Keine Angst Leonie, ich versichere dir du bist da in guten Händen!“ Ich warf meinem Vater einen kalten Blick zu. „Und du benimmst dich Fräulein hast du mich verstanden? Ich kenn dich!“ Ein Grinsen um spielte meine Lippen. „Klar benehm ich mich…!“ …nicht!! Tja meine lieben Eltern das werdet ihr büßen mich einfach so abzuschieben! Und du lieber Onkel wirst büßen mich aufgenommen zu haben!
„Leonie? Dein Vater und ich meinen das ernst! Und wenn du dich benimmst bekommst du auch endlich dein Tatoo!“ Erstaunt blickte ich auf. Meinten die das ernst? „Wirklich?!“ „Ja solange du dich benimmst!“, sagte mein Vater streng. „Okay das werde ich!“, verprach ich.  Und das meinte ich auch ernst! Immerhin bettelte ich schon seit Monaten um ein Tatoo. Aber meine Eltern hatten bisher nur das Bauchnabelpiercing erlaubt. „Was ham die denn da für Kinder und wie alt sind die?!“, fragte ich. Ich musste mich ja schließlich schon seelisch auf das gefasst machen was mich erwarten würde.
„Also 2 Jungs. Also Zwillinge! Und die sind glaube ich 5 oder 6 so wie ich das mit gekriegt habe oder?!“, meine Mutter schaute fragend zu ihrem Mann hinüber. Dieser zuckte die Schultern. „Keine Anung!“
Oh Gott! Hatten die da auch noch so kleine Bälger auf die ich aufpassen musste? Häh? Aber die konnte doch gar nicht erst 6 sein….vor 10 Jahren oder so sind Gordon und die Tussie da doch zusammen gekommen und da hatte die Frau schon die Kinder! Häh? Ach vielleicht hab ich das nur irgendwie falsch verstanden! Na super! Also wenn ich auf diese beiden Rotzgören aufpassen sollte, dass konnten die grad alle mal knicken!  „Wann soll ich denn dahin?!“, fragte ich. „Nunja ich fahr dich dann grad schon morgenfrüh!“, sagte mein Vater nach einigem überlegen. Na super! Ach verdammt und ich wollte doch unbedingt nächste Woche in die Frankfurte Arena und Eintracht gegen Schalke gucken. Na das konnte ich ja jetzt wohl vergessen. Ich fand es echt klasse nur 10 Minuten entfernt von der Frankfurter Innenstadt zu wohnen!
„Also schatz du gehst dann besser schon mal deine Sachen packen!“, sagte mein Mutter. Ich verdrehte die Augen. „Ja meine allerliebste Mutti!“, flötete ich und stapfte in mein Zimmer. Ich musste jetzt erst mal Mel anrufen und ihr das ganze Desaster erzählen!
„Oh das ist natürlich scheisse!“, meinte diese nach meiner Erzählung. „Ach ne soweit bin ich auch schon! Sonst noch was neues?!“, fragte ich und ging nervös in meinem Zimmer auf und ab. „Hey, Leo bleib mal ruhig und denk positiv; Danach bekommst du endlich dein Tatoo! Und die 6 Wochen wirst du schon  umkriegen!“ Ich seufzte. „Ich hoffs mal“ Jaja Mel hatte gut reden! Sie konnte die ganzen Ferien mit ihrem Lukas verbringen und ich musste in Magdeburg abhängen und auf so kleine Zwockel aufpassen!
„Leo, wie weit bist du mim packen?!“, fragte meine Mutter und trat in mein Zimmer ein. „Öhm…“, sagte ich nur und schaute sie unschuldig an. Ich hatte noch gar nicht angefangen, da ich ja mit Mel telefoniert hatte. „Ach Leonie“, tadelte meine Mutter. „Jetzt leg das Telefon weg und fang an zu packen! Morgen geht’s los!“ „Du sorry ich muss schluss machen!“, murmelte ich ins Telefon und legte auf.  Seufzend ging ich zu meinem Kleiderschrank und fischte die meisten Klamotten heraus. Meine Mutter nickte zufrieden und ging aus dem Raum. Am allerwichtigsten zum mitnehmen war mir meine CD-Sammlung, mein CD-Player und MP3-Player. Ich war Musiksüchtig! Am liebsten hörte ich punk Rock. Das sah man auch an meiner CD-Sammlung von den Toten Hosen. Unsterblich, Reich&Sexy, Zurück zum Glück, Nur zu Besuch….und noch viele mehr Alben besaß ich.  Dann hatte ich auch noch lauter andere CD´s von anderen Leuten wo ich ein paar Songs ganz gut fand. Ich hatte sogar eine Nena CD, da ich früher mal ne weile Verliebt in Berlin geguckt habe und Nena ja das anfangs-lied singt und dann habe ich mir davon grad die CD gekauft.
Abends ging ich dann total müde ins Bett. Mein Vater hatte gesagt, dass wir schon um 7 loswollten, also hatte ich mir für 6 den Wecker gestellt. Na super! Und sowas nennt man Ferien!!!
 

Ich hab nie richtig gelernt zu beten, war mir keiner Schuld bewusst! War als Kind nie gern in der Kirche…“
Mit einem abgrundtiefen seufzter stellte ich den Wecker aus und rappelte  mich auf. Müde vor ich mir durch die Haare und schlurfte ins Bad. Ich hatte mir für heute schon die Klamotten rausgelegt und ging nun erst mal unter die Dusche. Dann zog ich meine schwarze dreiviertel Hose an, die an den Knien aufgerissen war und wo überall silberner Reisverschluss und Ketten dran waren. Ich liebte diese Hose einfach! Dazu dann eine passende schwarze Bluse, mit einem kleinen Ausschnitt und sehr Figurbetont. Wenn meine Mutter dachte, ich würde mir heute ein kleines Sonntagskleidchen anziehen hatte sie sich geschnitten! Gott! Ich werde ganz bestimmt nicht die ganze Zeit da bei meinem Onkel zu Hause rumhängen und mir nerviges Kleinkindergeschrei anhören! Nein, ich werde ducrh Magdeburg ziehen und sehen ob ich vielleicht ein paar Leute kennenlerne, damit die Zeit nicht ganz sooo langweilig da wird.
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„Ach Leonie!“ Meine Mutter verdrehte die Augen. „Kannst du dich nicht wenigstens heute mal normal anziehen?“ Ich blickte an mir runter. „Wieso? Ich sehe doch normal aus! So lauf ich immer rum!“  „Ja und das ist mein Problem!“ Ich setzte eine trotzige Miene auf und schleppte dann meinen vollbepackten Koffer raus zum Auto.  Ungeduldig wartete ich dann, bis mein Vater endlich kam. „Kind willst du denn nicht vorher noch was essen?“ Meine überbesorgte Mutter wieder. „Nein keinen Hunger!“ Nun rollte ich mit den Augen. Konnte die einen nicht wenigstens einmal in Ruhe lassen? Es war ja schon schlimm genug das ich meine wertvollen Sommerferien in Magdeburg verbringen musste! Wahrscheinlich durfte ich dann den ganzen Tag mit diesen kleinen Teufelshänden verbringen während die Eltern sich schön amüsierten! Und ich würde als mit Babybrei bespuckt werden! Bäh! Wie lecker! Seufzend schaute ich nach oben zum Himmel. Es war mittlerweile viertel vor sieben und schon einigermaßen hell. Ein paar kleine Wolken waren am Himmel zu sehen und die Sonne schien erst leicht. Allem anschein nach, würde es ein schöner Tag werden. Passend zu meiner Stimmung. Haha! „Aber Kind du musst doch was essen! Immerhin seit ihr fast 4 Stunden unterwegs!“ Ich konnte nur wieder mit den Augen rollen. „Schätzchen du bist sowieso schon viel zu dünn! Warte ich geh und mach dir ein paar belegte Brote!“ Damit eilte sie wieder ins Haus. „Mum!“, kreischte ich ihr hinterher. Ich war kein Kleinkind mehr! Super sie konnten sich für 6 Wochen ausm Staub machen und mich hier alleine bei wildfremden Leuten lassen, aber einsehen, dass ich schon 15 war, das konnten sie natürlich nicht! Mein Vater kam aus dem Haus und ich setzte mich schonmal nach vorne auf den Beifahrersitz. Ich legte die Beine hoch, verschränkte die Arme und schaute stur aus dem Fenster. Marke: ´genervter Teenager, lasst mich ja in Ruhe ihr geht mir sowieso alle auf den Geist´. Doch meine ach so tolle Mutter checkte das natürlich nicht und riss die Tür neben mir grad wieder auf, die ich eben mit einem beabsichtigtem lauten Knall zugeschlagen hatte. 
„So Leo- Schätzchen hier hab ich dir zwei brote mit Nutella, eins mit Käse und eins mit Salamie gemacht! Ich hoffe mal stark, dass du bei deinem Onkel und deiner Tante nicht zu stark vom Fleisch fällst“ Sie runzelte die Stirn und schaute mich besorgt an. Meiner Tante? Oke ich wusste nicht mal, ob ich Grodon zu recht meinen Onkel nennen konnte, da ich gar nichts mit ihm zu tun hatte, aber ich konnte mit Gewissheit sagen, dass seine Schnepfen-Frau nicht meine Tante war! „Leo-Schatz versprich mir bitte das du immer genug isst und…“ Meinem Vater schien wohl aufzufallen, dass ich kurz vorm austicken war und unterbrach meine Mutter: „ Silvia ist gut! Leo weiß schon was sie tut!“ Ich schluckte den Satz, der mir schon auf den Lippen gelegen hatte hinunter und riss mich zusammen, um nicht bei einem Abschied von 6 Wochen grad nochmal Streit anzufangen. Es folgte dann noch eine heftige Umarmung von meiner Mutter und tausend Ratschlägen, wie ich mich zu Benehmen hatte, bis ich dann endlich erlöst war und mein Vater den Motor startete.
Ich stöpselte mir meinen MP3Player ein und konzentrierte mich nur auf die Musik. Ich hatte nicht vor mit meinem Vater zureden. Pec wenn ihm bei der Fahrt langweilig werden würde. Hatte er sich ja schließlich selbst zuzuschreiben! Ich zwang ihn nicht dazu mich nach Magdeburg zu kutschieren! Genauso wenig hatte ich vor die belegten Brote meiner Mutter zu essen. Obwohl sie, sie mir ja mit soo viel liebe zubereitet hat. Wär ich jetzt nicht hier im Auto würde ich mich am liebsten übergeben. Wiederinmal fragte ich mich, womit ich solche Eltern verdient hatte. Ich meine: war so ein verhalten normal? Ich grübete noch länger über diese Frage nach; ich hatte ja sonst nichts zu tun. Ich langweilte mich währedn der 4-stündigen Autofahrt zu Tode, aber ich wollte mir keine Schwäche vor meinem Vater anmerken lassen und spielte weiter die motzige.
Irgendwann kamen wir dann endlich in Magdeburg an. Erleichtert stöhnte ich auf. Gott sei dank! Verwirrt klappte mir der Mund auf, als mein Vater wieder raus fuhr. „Ehm..Dad? Du weißt schon, dass du grade aus Magdeburg raus fährst?!“ Mein Vater gluckste amüsiert und ich zog eine Augenbraue hoch. „Ja dein Onkel wohnt ja auch nur in einem Nebenort von Magdeburg! Das hübsche kleine Dorf, in dem er wohnt heißt Loitsche!“ Ich setzte eine flehende Miene auf. Bitte nicht! Ich wohn jetzt nicht in so nem Kuhkaff wo man Nachts den Nachbarn husten hörte, weils so leise war.  Oh Gott! Von Frankfurt nach Loitsche… am liebsten hätte ich geschrien. Womit zur Hölle hatte ich das verdient? Was hatte ich in meinem früheren Leben falsch gemacht?
Bevor ich mich dieser Frage weiter widmen konnte hielt mein Vater an. „So hier wohnt dein Onkel!“, sagte er und ich blickte auf ein kleines Haus. Na super! Ich las das Türschild vorne: Kaulitz-Trümper.. Trümper war der Name von meinem Onkel Gordon, das war klar! Ich hieß ja auch Leonie Trümper…aber Kaulitz? So musste wohl seine „tolle“ Frau heißen…und die kleinen Bälger dann wohl auch! Ich seufzte und stieg dann aus. Auf in die Hölle!
  

Kapitel 1

Ich folgte meinem Vater die schmale Hofeinfahrt hinauf, die zu einer großen Haustür führte. Also gerade groß war das Haus nicht! Mein Vater klingelte, und nach wenigen Minuten wurde dir Tür von einer großen, rotgelockten Frau mit grünen Augen geöffnet.  Sie lächelte uns an. „Hallo! Du bist sicher Leonie oder?!“, fragte sie mich gleich schon. Oke Mädel, denk an dein Tatoo! Ich lächelte gespielt und nickte dann. „Und sie sind sicher Frau Kaulitz?“, fragte ich, in erinnerung an das Türschild. „Ja, aber du kannst mich ruhig Siemone nennen!“ Ich lächelte weiter gekünstelt. Siemone….oh Gott was für ein Name! Plötzlich tauchte ein großer schwarzhaariger Mann neben „Siemone“ auf. „Gordon!“, sagte mein Vater grad erfreut und sein Bruder strahlte. „Hallo Michael! Schön dich endlich mal wiederzusehen!“ Ich zog eine Augenbraue hoch. Wann hatten die sich denn das letzte mal gesehn? Ich wette die wussten gar nicht mehr wie der andere eigentlich aussah! „Mensch, Leo schön dich endlich mal zu sehen!“, wante mein Onkel sich nun an mich und reichte mir die Hand. Der wollte doch nicht….das Tatoo!! „Hallo Onkel Gordon“, sagte ich erfreut und nahm seine Hand. Wie „froh“  ich doch war… Siemone schlug dann vor, dass wir reingehen sollten, weil es doch etwas besser wäre als hier draußen rumzustehen und mein „Onkel“ und mein Vater lachten. Wie lustig…ich lach mich tot! Ich folgte den drei Erwachsenen einen kleinen Flur entlang und schließlich betraten wir eine gemütlich eingerichtete Küche. Ich seufzte. Und hier würde ich die nächsten 6 Wochern verbringen! Wir setzten uns an einen kleinen Frühstückstisch und nach wenigen Minuten ging dann plötzlich wieder die Tür auf und zwei Jungs kamen herein. Während ich sie mir ansah rümpfte ich die Nase. Wie sahen die denn aus?  „Oh, Leo das sind unsere beiden Söhne Bill“, sie deutete auf einen mit einer Mangafriseur, und geschminkten Augen, „und Tom!“, damit zeigte sie auf den anderen mit überweiten Hip Hop Klamotten und Dreadloocks. Zu erst zog ich wieder eine Augenbraue hoch, da sie gesagt hatte „unsere“ Söhne aber mein Onkel war gar nicht der richtige Vater! Nur weil die Schnepfe den Erzeuger nicht halten konnte musste sie meinem Onkel nicht solche Bälger anhängen.
Dann wiederum sah ich verwirrt von „Bill“ zu „Tom“. Komisch die sahen gar nicht aus wie 6! „Also für eure 6 Jahre seit ihr ja schon ganz schön groß!“, rutschte mir grad schon raus.  Alle anwesenden schauten mich komisch an, eingeschlossen von Bill und Tom. „Was denn?!“, fragte ich. „Ehm..wir sind 15!“, sagte Bill.  Ich rümpfte wieder die Nase, einer meiner neuen Lieblingsbeschäftigungen. „Echt?!“ „Ach Leo, da musst du wohl was falsch verstanden haben!“, sagte mein Vater nun. Ich warf ihm einen giftigen Blick zu. Ach? Wer hatte mir denn gesagt das sie erst 5 oder 6 sind? Ich pustete mir eine Locke aus der Stirn und musste mich schwer zusammen reissen, nicht grad wieder eine motzige Haltung anzunehmen. Bill und Tom setzten sich nun auch an den Tisch und ich merkte wie mich der Hopper stark musterte. Oh Gott! Ich hasste Hip Hop! Mein Blick fiel auf seine Unterlippe, wo er ein Piercing hatte. Wow! Ich liebte Piercings….aber wie gesagt ich durfte bisher nur das am Bauchnabel haben… „Hey Jungs, wollt ihr Leonie nicht mal ihr Zimmer zeigen?!“, fragte Gordon. Bill und Tom nickten zustimmend und standen auf. Auch ich erhob mich und folgte den beiden raus. Kaum war die Tür hinter mir zu stöhnte ich erst mal befreiend auf. Es war echt anstrengend die fröhliche zu spielen! Aber zu diesen Typen musste ich nicht unbedingt nett sein oder?
“Leonie kommst du?!“, fragte dieser Bill. Ich warf ihm einen Blick zu und nickte dann. Ich bemerkte, dass ein Piercing seine Augenbraue zierte und wieder war ich gegen meinen Willen beeindruckt. „Wie alt bist du nochmal?!“, fragte Tom während wir eine Treppe hinauf gingen. An der Wand hinauf hingen verschiedene Bilder von der ganzen „Happy Family“, während ich mir diese im vorbeigehen anschaute antwortete ich ihm mit einer knappen Antwort: „15!“ Tom kam dann irgendwie zu der brillianten zusammenfassung, das wir ja im gleichen Alter waren.  Womit hatte ich das nur verient?  
Wir kamen an einem länglichen Flur an. „Also hier rechts die erste Tür ist mein Zimmer, daneben is das von Bill und gegenüber auf der linken Seite ist das Gästezimmer, wo du dann schläfst! Das Bad ist grad dahinter! Unsere Eltern schlafen unten, dass heißt wir haben den ganzen Stock für uns.!“ , Tom grinste. Ich rümpfte erst wiede rnur die Nase. „Unsere Eltern“ Gordon war nicht ihr Vater! Man, man, man…. „Also falls di irgendwelche fragen hast, komm ruhig zu uns!“, sagte Bill hilfsbereit. Ich lächelte ihn nur herablassend an. „Ja ok!“ Dann schaute ich wieder in Bills geschminktes Gesicht. „Also eine Frage hätte ich da schonmal ; Sag mal Junge schminkst du dich?!“ Bill sah mich verwirrt an. „Ähm…ja?!“
Okeeee….ein Junge der sich schminkte… ich für meinen Teil schminkte mich immer nur ganz leicht, das heißt etwas Kajal, Wimperntusche und Lipgloss. Mehr brauchte ich nicht. Aber naja wers nötig hatte… „Achso na dann!“ Bill zog eine Augenbraue hoch. Von dem moment an war mir klar, dass wir bedie nicht sehr gut miteinander auskommen würden! 

Kapitel 2
  
Stöhnend schleppte ich meinen schweren Koffer die Treppe hoch. Oben angekommen erblickte ich Tom, welcher lässig gegen die Wand lehnte und mich beobachtete. „Ich wollte dich gerade fragen, ob ich dir helfen soll!“, grinste er amüsiert. Ich lachte gespielt. Ach war der Junge vielleicht nett! Ich schleifte den Koffe an ihm vorbei und betrat wieder das kleine Gästezimmer. Wirklich viel war hier nicht zu sehen! Ein relativ großes Bett, ein Schreibtisch, ein Schrank und eine ziemlich große Lampe. Die Vorhänge, die vor dem Fenster hingen, gefielen mir nicht wirklich. Die Wände waren in einem hellblau getrichen, doch das war mir eigentlich egal, da ich meine ganzen Poster dabei hatte! Da würde man die Farbe eh kaum noch sehen…
„Und Leonie, wie gefällt dir dein Zimmer?!“, fragte Siemone, die plötzlich in der Tür stand. Ich lächelte. „Oh es ist wirklich sehr hübsch!“ Hinter Siemone sah ich Bill und Tom, die ihrer Mutter neugierig über die Schulter lugten. „Na, das freut mich ja, dass es dir gefällt!“ Sie drehte sich wieder um und ging allen anschein nach runter. Sofort erlosch mein Lächeln und mit einem seufzen wante ich mich meinem Koffer zu.  Bill und Tom standen immernoch im Tührramen. „Sollen wir dir helfen?!“, bot Bill an. Ich warf ihm einen taxierenden Blick zu. „Danke, aber das schaff ich schon alleine!“, sagte ich und räumte erst mal meine heiligen Cd´s und meinen CD-Player heraus. Ich sortierte die Cd´s immer nach meiner Lieblingsband bzw Sänger… das hieß also erst die ganzen Tote Hosen Albem, dann Green Day, Die Ärzte, Farin Urlaub… Ich baute den CD-Ständer wieder auf und reihte die CD´s rein.  „Ey hörst du Nena?!“, fragte Bill, der mich mit Tom immernoch beobachtete. Ich warf einen Blick auf die ziemlich unterste CD. „Naja nicht wirklich, wieso?!“ Das Lied wollte ich ja nur haben, weil ich mal kurt ViB geschaut hatte… Tom gluckste. „Naja Bill ist ein ziemlicher Nena-Fan!“ Ich rümpfte wieder die Nase. „Nena?!“ Sah man dem gar nicht an…ich hät jetzt eher gedacht, dass er auf Rock und so stand…möglicherweise auch die Toten Hosen. Aber, dass ein Nena-Fan sich so anzog hätte ich nicht gedacht! „Ja! Was dagegen?!“, fragte Bill und kreuzte die Arme.  Ich grinste. „Aber nein!“, während ich meine Klamotten aus dem Koffer zog und in den Schrank räumte begann ich mit hoher Stimme zu singen: „Hast du etwas Zeit für mich? Dann singe ich ein Lied für dich…ehm scheisse wie geht’s weiter? Ach egal… 99 Luftballons, auf ihrem Weg zum Horizont…“ Ich warf Bill einen belustigten Blick über die Schulter zu.  Er schaute kühl zurück. Tom dagegen schien das alles ganz lustig zu finden.  Hey ich hatte nicht vor mich mit denen anzufreunden! Solange ich nett zu „meiner Tante“ und meinem Onkel war, war alles ok! Ich wollte ja nur das Tatoo…
Ich war fertig mit den Klamotten und kramte nun meine Poster hervor. Zuerst das große Schwarze Tote Hosen Poster, wo ein weißes Vogelskelet drauf war und außen rum mit weiß stand: Die Toten Hosen-Bis zum bitteren Ende.  Dann das nicht weniger große Fc Schalke 04 Poster. Dann folgten die etwas kleinere von Green Day, Den Ärzten und beliebten Fußballern, wie Ronaldinho, Klose, Lincoln… Ich war langsam wieder leicht angenervt weil die Zwillinge immernoch im Türrahmen lehnten, wobei Bill eine motzige Haltung angenommen hatte, die ziemlich zu mir passte! „Hast du eigentlich einen Freund?!“, fragte Tom dann irgendwann mit einem blitzen in den Augen. Ich warf ihm einen kurzen Blick zu und antwortete dann knapp: „Nein!“ Bill gab ein undefinierbares Geräusch von sich. Wütend wante ich mich ihm zu. „Was denn? Bei dir muss ich ja erst gar nicht fragen! Du hast mit sicherheit keine Freundin!“ Ich musste mir verkneifen noch hinzuzufügen: Oder einen Freund. Weil ich es ja auch nicht grad übertreiben wollte. Ich meine, Jungs die sich schminken könnten auch schwul sein oder? Bill schnaubte verächtlich. Ich grinste süffisant. „Wusst ichs doch!“ „Na dann sind wir ja alle 3 Solo!“  Man Tom war echt ein Superhirn! Ich verdrehte die Augen. „Wollen wir heute abend eine DVD zusammen schauen?!“ Tom setzte ein fragende Miene auf. Bill runzelte die Stirn. Ich grinste. „Ja Tom sicher können wir beide heute abend eine DVD gucken!“ Ich wusste auch nicht aber irgendwie hegte ich eine große Abneigung Bil gegenüber. Tom war mir symphatischer. Bill lächelte nun. „Oh Gott sei dank, dass ich nicht mitschauen muss!“, mit einem verachtenden Blick zu mir, ging er in sein Zimmer.  „Ich glaub er mag dich!“, grinste Tom. Ich fing an zu lachen. „Ja genauso wie ich ihn mag!“ Und ich verabscheute diesen Kerl!
„Kommt essen, Kinder!“, rief Siemone von unten. Ja, liebe Tante wir „Kinder“ kommen schon!
  

Kapitel 3

Die ganze „happy Family“ mit sammt mir, saß an dem länglichen Esszimmertisch und aß das liebevoll zubereitete Essen meiner Tante…Ich wusste auch nicht woran das lag, aber irgendwie schmeckte es mir nicht.  Ich musste mich stark zusammen reissen nicht wieder eine trotzige Miene aufzusetzen, aber das Schweigen am Tisch, machte es mir auch nicht gerade leichter! Eben hatten die doch noch so viel gequatscht was war denn jetzt los? Ich sah zu „meiner Tante und meinem Onkel“ rüber welche beide mit Apetit das Essen verschlangen. Oke die wollten wohl lieber Essen als reden… Tom schien ganz in Gedanken versunken und hatte den Kopf nachdenklich in eine Hand gestützt, mit der anderen nahm er ab und zu eine Gabel voll Essen in den Mund. Bill hingegen schaute mürrisch drein und stocherte nur lustlos in seinem Essen herum. Wie unfair! So würde ich mich ja auch am liebsten verhalten aber neeein ich durfte das ja nicht!
„Und Kinder was habt ihr morgen so vor?!“ Ich blickte auf. Wow! Gordon hatte zu Ende gegessen, also redete er wieder…beides auf einmal ging ja natürlich nicht! Nein! Wie auch?Tom schien aus seinen Gedanken aufgeschreckt und zuckte die Achseln. „Kein Ahnung…vielleicht mal in den Proberaum gehen!“ Siemone lächelte. „Ja dann könnt ihr Leonie ja mal eure Band zeigen!“ Ich rümpfte wieder die Nase. Ne Band? Die hatten eine Band? Bill hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtete, und wusste wohl bemerkt haben, das ich sehr „begeistert“ war und grinste nun. „Ach naja ich weiß nicht ob Leonie mit uns kommen will! Ich glaube dafür hat sie doch keine Zeit!“ Bill schütelte den Kopf und Siemone warf mir einen fragenden Blick zu.  Ich setzte ein gezwungenes Lächeln auf und erwürgte Bill in Gedanken. „Doch natürlich will ich mitkommen wie kommst du denn darauf, das ich keine Zeit für euch hätte?!“ Arsch! Genau das war doch sein Plan gewesen! Bill tat nun erfreut. „Oke dann kommst du also morgen mit uns in den Proberaum!“ Grrr….der machte das nur um mich zu ärgern… oke möge der Krieg beginnen! Er wollte es ja nicht anders!
„Hat euch das Essen geschmekt?!“,fragte Siemone nachdem wir alle aufgegessen hatten. „Na klar! War echt voll lecker!“, sagte ich. Ich glaube wenn ich hier mal raus komme muss ich mir in der Stadt einen vorrat an richtigen Lebensmitteln kaufen, wenn ich hier überleben will! Tom erhob sich. „Jap wie immer gut! Also ich geh dann mal hoch in mein Zimmer! Leo, ich komm dann später zu dir rüber, dann können wir die DVD schauen!“ Ich murmelte noch ein „ok“, und dann verließ er den Raum. Ich hatte echt überhaupt keine lust! Aber naja jetzt hatte ich es ihm ja schon versprochen, der einzige Lichtblick war, dass Bill nicht dabei war! „Das freut mich ja so, dass ihr 3 euch so gut versteht!“, sagte Siemone und sie lächelte. „Welche DVD wollt ihr euch denn anschauen?!“ Ich zuckte die Schulern. „Müssen wir uns noch überlegen!“ „Achso…naja ihr 3 werdet schon eine gute finden!“ Ich zuckte zusammen.  Ja also eigentlich sollte/wollte Bill ja nicht mitgucken. Dieser hatte wieder das Grisnen von vorhin aufgesetzt und hatte schon den Mund geöffnet. Oh nein! Ich konnte mir schon denken, was jetzt kam! Da ich mir weitere diskussionen ersparen wollte, und nur noch hoch wollte sagte ich: „Ja werden wir schon!“, warf Bill einen giftigen Blick zu und ging in „mein Zimmer“.  Innerlich war ich wieder kurz vorm ausrasten. Dieser Junge nervte einfach nur! Naja wenigstens hatte ich jetzt jemanden an dem ich meine ganze unterdrückte Wut auslassen konnte…  

KAPITEL 4

Siehst du nicht, dass du einzigartig bist? Die Sonne scheint auch, die Sonne scheint auch für dich! Nimm meine Hand lass Vergangenes sterben, dies ist die Zeit neugeboren zu werden!

Musik brachte mich immerwieder etwas runter. Und ich glaube in den nächsten 6 Wochen werde ich sehr viel hören müssen. Besonders weil Bill, ich bin so toll und schmink mich als Junge, mich ja immer so auf die Palme brachte. Also ich weiß echt nicht was der Junge gegen mich hatte. Also wieso der es gerade zu darauf anlegte mich so zu ärgern. Nur weil ich ihn hasste musste er mich ja nicht auch grad hassen oder?
„Hey Leo!! Na?!“, Tom stand plötzlich mitten in meinem Zimmer und ich schaltete die Musik aus. Jetzt war wohl Zeit für unseren „Happy-Family-DVD-Abend“. Tom war ja sowas wie mein Kuseng. Aber kein Blutsverwanter halt. „Hallo!“, sagte ich gelangweilt. „Und was schauen wir für ne DVD?!“ Ich musste ein gähnen unterdrücken. Aber zu meiner überaus groooooooßen Freude war Bill nicht hier. Hoffentlich hatte er es sich noch anders überlegt und…Bang da flog auch schon die Tür auf und Bill höchstperönlich stand da.  Sofort zogen sich meine Augenbrauen zusammen. Bill sah das und musste Grinsen. „Ach Leo freust du dich sooo mich zu sehen?!“ Okay, er denkt also so kann er mich ärgern? Nein! Das spiel kann man auch zu zweit spielen! „Hey Bill! Klar freu ich mich dich zu sehen! So ein Highlight wie dich darf ma ndoch nicht verpassen!“, ein Lächeln zierte meine Lippen. Bills Grinsen verschwand kurz aber er fasste sich sofort wieder. „Ja stimmt, kannst ehct froh sein ,dass du hier bist und mich kennengelernt hast. Aber umgekehrt gilt das natürlich auch!“ Er klimperte mit den Wimpern.  „Aber Bill natürlich freue ich mich hier zu sein! Ich weiß gar nicht was ich gemacht hätte wenn ich dich nicht kennengelernt hätte!“
Tom schaute etwas verwundert zwischen uns beiden her und checkte wohl nicht so ganz, warum wir plötzlich soooooooo freundlich zueinander waren wo wir uns doch vor einer halben Stunde noch fast gegenseitig die Augen ausgekratzt hatten. Naja aber mir war ja eh schon aufgefallen, dass Tom nicht gerade ein Schnelldenker war.  „Also was schauen wir für eine DVD?!“, fragte Bill mit zuckersüßer Stimme und setzte sich neben mich aufs Bett. Urgh! Ich musste ein würgen unterdrücken. Ich rutschte ein paar Millimeter von ihm weg, was er aber nicht zu bemerken schien. Nicht zuuu nah! Nicht anfassen!, läutete es in meinem Kopf. Das wär ja ekelhaft. Ich schüttelte kurz den Kopf um mich von diesem Gedanken zu befreien und blickte nun auch Tom fragend an. „Ahja wir schauen Wrong Turn!“, sagte dieser. Ach den kannte ich. Horrorfilm! Den hatten wir mal mit unsere Clicqe zusammen geguckt. Also nichts neues. Bill stimmte erfreut zu und auch ich nickte.
„Ich hoffe du hast da keine Angst?“, fragte Bill mich mit leicht provuzierender Stimme. Nun klimperte ich mit den Augen und schaute ihn zuckersüß an. „Och Billy mach dir mal keine Sorgen um mich!“ Er grinste kurz gewzungen und schaute dann wiede rnach vorne. Ich verdrehte nur die Augen und blickte auch nach vorne auf den Fernseher. Tom schob die DVD rein und setzte sich dann neben mich.

KAPITEL 5

Echt gut, dass ich den Film schon gesehen hatte! Nicht auszudenken, wenn ich Angst hätte und mich einem von denen um den Hals schmeissen müsste. Okay, wenn ich mich Tom um den Hals schmeissen müsste.  Bill wollte ich nicht zu nahe kommen, nicht dass ich auch noch anfing mich so zu schminken wie er. Abnormal, ey!
Ich fand es nicht gerade toll, zwischen zwei solchen Freaks zu liegen und achtete nicht groß auf den Film. Ich war etwas in Gedanken versunken und überlegte, ob ich später nochmal Mel anrufen sollte, als plötzlich neben mir ein unheimlich lautes und seltsames Geräusch ertöhnte und ich an den Schultern gepackt wurde. Zutiefst erschrocken schrie ich kurz auf und machte einen riesen Satz nach links, wo ich dann direkt auf Toms Schoß landete. „Aber hallo!“, grinste dieser. Mein Herz klopfte immernoch ziemlich schnell, bis mir plötzlich bewusst wurde, dass Bill, sich halb tot lachend, auf dem Boden lag. Der hatte doch nicht etwa?
Oh mein Gott, Leo bist du dumm! Hatte der Junge es doch echt fertig gebracht und mich fast zu Tode erschreckt! „Du kleine Mistmade!“, fluchte ich. Man da hatte ich mich ja mal wieder bis auf die Knochen blamiert un das auch noch vor dem. Bill setzte sich wieder japsend aufs Bett und wischte sich eine kleine Lachträne von der Wange. „Boah ich hät ja nicht gdeacht, dass du so schreckhaft bist!“, wieder brach er in schallendes Gelächter aus.  Ja ich hätte doch wohl jetzt niemals damit gerechnet, dass er mich erschrecken würde! Ich lies ein abfälliges Geräusch von mir hören und drehte meinen Kopf wieder zum Fernseher. Zum Glück neigte der Film sich langsam zum Ende! „Also du kannst ruhig so sitzen bleiben!“, hörte ich dann Toms Stimme und mir wurde plötzlich bewusst, dass ich immernoch auf ihm hockte. „Oh sorry!“, sagte ich und stand schnell auf.  Bill grinste sich während des gesamten Films noch einen ab und ich bedachte ihn die ganze Zeit mit meinen zickicksten Blicken, doch das schien ihm nicht fiel auszumachen. Ich war riesig erleichtert als der Film endlich aus war! „Endlich!“, stöhnte ich leise. Ich stand auf und schaltete das Licht wieder an. „Also Jungs ich bin müde, ich shclaf jetzt!“ Tom nickte und wünschte mir im hinausgehenn och eine Gute nacht. Ich shcuate auffordernd zu dessen Zwilling de rimmernoch grinsend auf meinem Bett saß. „Würdest du jetzt bitte auch gehen?!“, fragte ich mit unterdrückter Wut. „Klar!“, antwortete Bill und stand gut gelaunt auf. „Aber pass auf, Nachts kann in diesem Haus alles mögliche passieren!“, flüsterte er mit tiefer geheimnisvoller Stimme. Dann ging er lachend aus dem Zimmer. Also wenn der dachte ich lies mir von sowas angst machen hatte er sich aber geirrt! Da ich ihm aber nicht so ganz über den Weg traute schloss ich die Zimmertür noch ab bevor ich ins Bett ging.  

 

Kapitel 6

Helle Sonnenstrahlen fielen mir ins Gesicht und ich öffnete verschlafen die Augen. Ich fuhr mir kurz mit einer Hand durchs Gesicht und ärgerte mich, dass ich den Rollo nicht heruntergelassen hatte.
Ich musste laut gähnen. Doch plötzlich stutzte ich. „Wo bin ich?!“, murmelte ich verschlafen vor mich hin.
Ich dachte einige Zeit kurz angestrengt nach bis mir der gestrige Tag wieder einfiel. Achso…ich war in der <i>happy family</i>.  Und bei Bill, den ich ja soooo mochte. Ich musste einen würge reiz unterdrücken.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir dann, dass es halb 11 war. Naja konnte ich jetzt auch aufstehn…
Ich schob die Decke beiseit und stand auf. Da ich gestern schon alles ausgepackt hatte ging ich zum Schrank und fischte mir da ein paar Klamotten raus. Beladen mit meinem ganzen Badzeugs und so stolzierte ich ins Bad und schloss ab.
Im Haus war alles noch ganz ruhig. Man waren wohl alles so langschläfer…
Wahrscheinlich saßen die auch immer nur in der Bude rum und wussten nicht, was sie mit dem Tag anfangen sollten!! Ein hämisches Grinsen trat mir ins Gesicht. Naja ich werd nich als hier bei denen rumsitzen!! Ich geh raus, such nen Sportplatz und kick ein wenig!! Ich musste unbedingt trainieren….
6 Wochen ohne Training? <b>Nicht auszudenken!!!</b>  Außerdem hab ich besseres zu tun, als mich ständig mit diesem Bill herum zu ärgern!! So einen idiotischen Vollidiot hatte ich ja noch nie gesehn! Mein Blick verfinsterte sich: Dieser Hass schien aber auch auf gegenseitigkeit zu beruhn…ich glaub nicht, dass er mich auch umwerfend toll fand!
Ich zog mich aus und stellte mich dann unter die Dusche: heißes Wasser prasselte auf mich herab und ich seufzte zufrieden auf. Das tat gut! Nach dem ganzen Stress gestern….
<i>Alles wird mal vorübergehn</i>
Auch diese schreckliche Zeit hier!! …. Aber 6 Wochen sind ganz schön lang!
Ich seufzte wieder laut auf und begann dann meine blonden Locken mit viel Shampoo einzuschäumen.

(....rest kommt später...)



Nicht die Schönheit entscheidet wen ich liebe, sondern die Liebe wen ich schön finde... (; ...

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